Ernährung
Das wichtigste für eine erfolgreiche Haltung und Zucht
von Dornschwanzagamen ist eine ausgewogene und abwechslungsreiche
Ernährung; dabei sollte man beachten, das pflanzliche Bestandteile
in der Nahrung überwiegen müssen. Bei Jungtieren ist
es allerdings umgekehrt, da überwiegt die tierische Nahrung.
Pflanzliches Futter sollte bis auf einen Fastentag pro Woche
täglich angeboten werden. Als Futterpflanzen kommen dabei
Löwenzahn, Gänseblümchen, Klee, Huflattich, Spitz-und
Breitwegerich, Vogelmiere, Salate, Petersilie, Kerbel, Liebstöckel,
Borretsch, Salbei, Zitronenmelisse, Sauerampfer und Spinat,
sowie Dill etc. Desweiteren kann man Sprossen von Mungobohnen,
Luzerne und Linsen anbieten. Zur frischen Nahrung sollte man
auch Trockenfuttermischungen aus verschiedenen Sämereien
anbieten, wie Linsen, Weizen, Hanf, Erbsen, Hirse etc. Neben
den pflanzlichen Bestandteilen brauchen diese Echsen aber auch
von Zeit zu Zeit tierische Nahrung in Form von Heuschrecken,
Schaben, Grillen oder auch nestjunge Mäuse. Adulte Tiere
sollten nur 1 mal pro Woche mit tierischer Nahrung versorgt
werden. Zur Sicherung der Vitamin -und Mineralstoffversorgung
bekommen die Tiere verschiedene Mineralstoffpräparate (
Korvimin, Sepiaschalen, Taubengrit und Multi-Mulsin).
Nahrungsergänzung Schwarzkümmelöl
Bei uns in Europa finden der Samen und das Öl in der Naturheilkunde
einen großen Zulauf und eine breite Anwendung; aus heutiger
Nahrungsmitteltechnischer Sicht ist dieses Öl ein sehr
wertvolles Ergänzungsmittel in der Ernährung. Dies
kommt auch den Dornschwanzagamen zu Gute. Wenn es kaltgepresst
ist, enthält es bis zu 80% ungesättigte Fettsäuren.
Bei Zugabe von diesem Öl werden viele Krankheitssymptome
behoben, wie: Erschöpfung, Allergien und Ekzeme, Stoffwechselstörungen,
Magen - und Darmbeschwerden und Atemwegserkrankungen. Da in
dem Öl eine hohe Konzentration von Linolsäure vorhanden
ist, bewirkt es eine wichtige Grundlage für den Stoffwechsel
und das Immunsystem. Dieses Öl bewirkt das die freien Radikale
bei jeder Aufnahme der Nahrung gespalten werden. Die ungesättigten
Fettsäuren greifen auch in den Fettstoffwechsel der Agamen
ein und unterstützen so die Verdauung und den gesamten
Organismus. Deswegen können die Gaben dieses Öles
in das Futter sehr viel bewirken; und so sollte die Dosierung
in etwa aussehen: 2 - 3 mal pro Woche ca. 5 Tropfen gelöst
in 2cl Wasser über das Futtergemisch geben. Der angenehme
Duft verführt die Echsen dazu, regelmäßiger
und mit mehr Appetit alles zu fressen was an Grünfutter
und Sämereien angeboten wird. Die Agamen können durch
diese Beigaben fettlösliche Vitamine aufnehmen, die Häutung
wird angeregt und durch die Linolsäure wird die Zellteilung
gefördert, der Stoffwechsel wird angeregt und das Wachstum
gefördert, das Immunsystem wird gestärkt. Sollte der
Kot der Tiere nach der Verabreichung dünnflüssig werden,
dann die Anzahl der Tropfen ein wenig reduzieren. Das Öl
kann auch äußerlich angewendet werden bei Verletzungen
und Häutungsproblemen, da das Öl ja auch Zellbildend
wirkt. Jungtieren sollte das Öl nur in Verbindung mit pflanzlicher
Kost verabreicht werden.