Krankheiten
Dornschwanzagamen sind sehr robuste und gegen Krankheiten unanfällige
Tiere; Wenn diese Echsen gemäß ihren klimatischen
Bedürfnissen gehalten werden, dann gibt es eigentlich keine
größeren Problem. Nachfolgend einige auftretende
Probleme und deren Behandlung.
Milben
Gelegentlich kommt es vor, das Uromastix mit Milben befallen
werden; zugegeben das ist wirklich sehr selten der Fall. Sollte
es aber doch mal vorkommen, dann gibt es ein recht simples und
probates Mittel. Man nehme (nicht lachen), ein Ungezieferhalsband
für Hunde (Wirkstoff Dimpylat) und hänge es unerreichbar
für die Echsen für 2 - 3 Wochen ins Terrarium. Diese
Therapie hat normalerweise immer Erfolg; dabei sollte man für
1m3 Terrarium ein 5cm langes Stück vom Halsband ins Terri
hängen. Dabei sollte man sich davon ablenken lassen, das
man immer noch Milben laufen sieht, denn diese Behandlung kann
sehr langwierig sein; während dieser 2 - 3 Wochen immer
mal wieder ein neues Stück Halsband ins Terri hängen.
Trotzdem während dieser Zeit immer wieder die Tiere genau
beobachten, ob keine Vergiftungserscheinungen durch das Halsband
festzustellen sind. Nach Ende dieser Therapiezeit sollten alle
Milben abgetötet sein.
Wurmerkrankungen
Um Erkrankungen durch Würmer vorzubeugen, sollte man 1
mal pro Jahr eine Kotuntersuchung durchführen lassen (
in meinem Falle beanspruche ich das Institut GeVo Diagnostik,
Jakobstr. 65, 70794 Filderstadt, Tel. 07158-60660). So eine
Untersuchung kostet zwischen 30 und 60 Mark, aber man kann sicher
sein das im Falle eines Befalles durch Endoparasiten genau diagnostiziert
werden kann um welche Art es sich handelt, um sie gezielt behandeln
zu können. Diese Parasiten können die Organe, sowie
den Magen-Darmtrakt sehr stark schädigen, was zur Apathie,
Nahrungsverweigerung, Durchfall bis hin zum Tode führen
kann. Deswegen ist es wichtig eine Kotuntersuchung durchführen
zu lassen; man bekommt dann einen Befund in dem im Falle eines
Befalles die Parasitenart und deren Medikametöse Behandlung
vorgeschlagen wird. Medikamente sind meistens Panacur (gegen
Nematoden) und Molevac ( gegen Oxyuren ).
Legenot
In diesem Falle ist das eine sehr heikle Situation; trotzdem
muß man sagen, das eine Legenot erst ernst zu nehmen ist,
wenn das Weibchen alle Grabversuche einstellt und wieder mit
der Nahrungsaufnahme beginnt. Des weiteren liegt das Weibchen
apathisch auf dem Boden und ist nicht mehr aktiv; spätestens
dann wird es Zeit zu handeln und mit der Echse zu einem erfahrenen
Tierarzt zu gehen. Dort wird dann erst mal eine Röntgenaufnahme
gemacht um zu sehen ob sich die Eier noch im Körper befinden;
sollten anschließende Oxytocin-Calcium - Injektionen keinen
Legeerfolg bringen muß das Tier operiert werden, ansonsten
wird es sterben.