Verbreitung, Lebensraum und Lebensweise
Die Dornschwanzagamen leben vorwiegend in einem Trockengürtel
von Marokko, Mali bis Afghanistan und Indien; also im Bereich
der "Alten Welt". Dornschwanzagamen benötigen
Gebiete mit einer sehr starken Sonneneinstrahlung und steppenartigen
Landschaft. Diese Habitate zeichnen sich durch hohe Temperaturen,
geringe Niederschläge und schwache Vegetation aus. Der
Bodengrund ist fest, aber grabfähig; deshalb sind Uromastix
bodenbewohnende und grabende Tiere. Mit Hilfe ihrer krallenbesetzten
Extremitäten sind sie in der Lage in den oft steinharten
Boden Wohnhöhlen und Gänge zu graben. Bei Gefahr flüchten
diese Echsen in ihre Wohnhöhlen oder nutzen ihren abgeflachten
Körperbau sich in Felsspalten einzuklemmen; dabei wird
der Schwanz als wehrhafte Waffe eingesetzt. Die Dornschwanzagamen
ernähren sich omnivor, das bedeutet, das sie pflanzliche
und tierische Bestandteile in verschieden großen Anteilen
zu sich nehmen. In jungen Jahren bevorzugen diese Echsen mehr
tierische Kost und im adulten Alter wird vorwiegend pflanzliche
Kost verzehrt. Die Aktivitätsphase erstreckt sich ausschließlich
auf den Tag; das bedeutet, das diese Tiere sich sehr gut an
die oft extremen Bedingungen angepasst haben. Immerhin herrschen
in ihren Lebensgebieten tagsüber Temperaturen bis ca. 55°
und nachts sinken die Temperaturen bis gegen 0°. Dabei ist
noch zu berücksichtigen, das es Oberflächentemperaturen
von nicht selten bis zu 80° zu bewältigen gilt. Neben
den großen Temperaturunterschieden zeichnen sich diese
Gebiete durch extrem wenig Niederschläge aus. Meist regnet
es nur im Frühjahr und Herbst in sehr geringen Mengen.
Deshalb mussten sich die Dornschwanzagamen Mechanismen entwickeln
um aus der Nahrung genug Feuchtigkeit zu ziehen. Desweiteren
sind sie in der Lage aus dem Urin das Wasser herauszuziehen;
die weißlichen "Uratpellets" die ausgeschiden
werden, enthalten manchmal nur noch 7% Flüssigkeit. Eine
weiter Anpassung an ihren kargen Lebensraum sind die Nasaldrüsen,
die der Osmoseregulierung dienen. Damit wird die Salzkonzentration
in der Körperflüssigkeit reguliert. Man sieht dann
oft bei großer Hitze kleine weiße "Hügel"
an den Nasenöffnungen; auf Diesem Wege werden überschüssige
Salze über die Nasaldrüsen ausgeschieden.